Stutentied

21.11.2016

Nach ca. 2km bergauf und bergab nüchtern mit Taschenlampe dabei durch den morgendlich dunklen Wald „vor der Haustür“ (mit Asphalt als Anfang und Ende der Strecke) startete ein anstrengender Tag.Die Wegstrecke war auch anstrengend:Zum Trainieren ist dieses Strecke über den Hohlhorstberg,Gebetsstein,Klosterstein,… nichts für mich.Gut,daß ich das rechtzeitig für meine individuelle Situation festgestellt habe!

Vormittags bin ich bei meinem Hausarzt zum Wiegen gewesen und mußte feststellen,daß der Streß der letzten Zeit sich in 750 g Gewichtszunahme niedergeschlagen hat!Erschreckend.Das sind DREI BUTTERSTÜCKE mehr als vorher,die ich mit mir gewichtsmässig herumschleppen muß!Also-das Steuer wieder etwas backbord drehen… .(im übertragenden Sinne gemeint)

Abends bin ich noch 1 Meile auf einem gepflegten Wanderweg gegangen.

22.11.2016

Morgens ganz früh klingelte mein Wecker schon und nachdem unser Sohn unterwegs zum Kindergarten gestartet war,machten mein lieber Mann und ich uns auf den Weg nach Lüneburg,damit ein guter Kiefernchirurg den nächsten entzündeten,schmerzenden Zahn ziehen konnte.Nur deshalb konnte ich den Sonnenaufgang fotografieren,Bild anbei!

Abends teilte ich mir meinen Feldmarkweg ein in zur Hälfte mit Nordic-Walking-Stöcken und mit ohne dieselben.

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Heute früh am 22.11.2016 Sonnenaufgang in Lüneburg:““St,Niklas Kiek eens,wat is de Himmel so rot?Dat sünd de Engels,se backt dat Brot;de backt den Wienachtsmann sin Stuten för al de lütten Leckersnuten.Nu flink de Tellers ünner´t Bett un leggt ju hin un weet recht nett!St.Niklas,de steit vör de Dör;de Wiehnachtsmann,de schickt em her.Wat de Engels hewt backt,dat schullt ju probeern,und smeckt dat good,so hört se dat gern,un de Wiehnachtsmann smunzelt:“Nu backt man mehr!“-Och,wenn´t doch man erst Wiehnachten weer!““ Gedicht von Johannes Beyer

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Die Lüneburger Krähen-und Dohlenkolonie verließ melodisch ihre Schlafdestination stadteinwärts und flog in 2 großen,wunderschön fliegenden Schwärmen zur Futtersuche raus aufs Land.

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22.11.2016 abends,Blick Richtung Wilseder Berg:“De Engels backt jümmer noch!“ Unsere Lieblingsstollen backen Bäckerei Bergmann in Bispingen und die Mühlenbäckerei Moeller aus Gleschendorf.Diese Stuten schmecken uns Leckersnuten daheim unerreicht gut!DANKE.

 

Don´t let the sun catch you crying

19.11.2016

Das obligatorische Samstags-Ausschlafen war angesagt heute früh-aber mich zog es trotz meiner noch friedlich schlafenden Familie nach draußen!Der Körper verlangte sein Recht,ganz einfach.Also fuhr ich wegen der Morgendämmerung zur sicheren,gepflegten MTV-Laufstrecke in Bispingen.Beim Sportplatz geparkt,lief ich nüchtern (die 2 Gläser lauwarmes Leitungswasser zählen nicht in dem Fall) „mit ohne“ Walkingstöcken Richtung Abenteuerspielplatz bis zum Beginn der Asphaltierung und wieder zurück.Dieser Weg ist länger als eine Meile-schön,daß ich das wieder schaffen konnte morgens!So eine Art Fitness gibt mir mehr gutes,glückliches Körpergefühl als eine Meile zwischendurch am Tag nach dem Frühstück.Auf die Idee,so etwas überhaupt zu machen,bin ich durch den Laufblog von Lutz und Anja Balschuweit aus Wermelskirchen gekommen,den ich mit Unterbrechungen schon seit Jahren gerne lese.Das tut mir gut.Bevor ich heimfuhr,trank ich noch einen halben Liter preiswerte Buttermilch,der Tag kann kommen!

Nachmittags gab es bei uns eine merkwürdige Wetterlage:Gelb leuchtender Himmel(angestrahlte Wolkendecke) und dazu Regen.Hinterher stand östlich unseres Hauses ein schöner Regenbogen.Leider funktionierte der Fotoapparat nicht gut,sodaß ich es nicht rechtzeitig knipsen konnte.

Gestern abend hörte ich noch in youtube dieses Lied : „Don´t let the sun catch you crying“ Wenn man auf diese blauen Buchstaben klickt,öffnet sich ein weiteres Fenster mit der Möglichkeit,Gerry&the Pacemakers damit in youtube zu hören.DANKE allen,die das www. pflegen!Morgen ist Totensonntag-Musik kann trösten.

20.11.2016

HEUTE ist Totensonntag in unserer evangelischen Kirche.Trotzdem:Gewöhnt durch die sportlichen Aktivitäten der letzten Wochen wachte ich trotz Ausschlafmöglichkeit relativ früh auf-aber ich war nicht der Erste in unserer lütten Familie!Unser Jost war schon etwas länger wach und spielte friedlich mit seinem Spielzeug.Er ist wirklich ein Geschenk für uns!So lieb,wie er sich in das elterliche Ausschlafbedürfnis der Älteren hier eingefügt hat -nicht nur heute.

Somit starteten wir beide zu einer kleinen Fitneßtour vor dem Sonntags-Frühstück:Nach ca. 1,5 km erreichten wir einen geeigneten,gut gepflegten Weg für unser frühmorgendliches Vorhaben:Er fuhr auf seinem kleinen Kinderfahrrad,ich ging dieses Mal mit den Stöcken zum nordischen-weil den Rücken anders trainierenden-Walken.

Gott sei Dank hatte der Kiesweg einige Pfützen,sodaß ihm nicht zu langweilig war:Wie früher schon mit seinem kleinen Roller fuhr er mit Freude durch sämtliche Pfützen auf dem gut gepflegten Wanderweg,der parallel zur Luhe ab ca. Grevenhof Richtung Schwindebeck verläuft.Im Sommer sahen wir dort heimische Orchideen blühen-heute freuten wir uns nur,daß wir den Ruf eines über uns fliegenden Kolkraben hörten sowie einen fleissigen Specht an seiner Schmiede.

Gut durchbewegt und mit Frischluft betankt,setzten wir uns daheim mit Papa hungrig an den Frühstückstisch.Heute las er die Morgenandacht aus diesem leider inzwischen vergriffenen  Buch .Danach durfte ich freundlicherweise zur Kirche nach Bispingen fahren.Spontan nahm ich meine liebe Schwiegermutti mit.Inzwischen bereitete mein lieber Mann das Mittagessen vor: Pellkartoffeln.Zusammen mit Jost räumte er sein Kinderzimmer (nach der vergeblichen Suche nach einer verwesenden Maus in den letzten Tagen durch Gestank unbewohnbar,gestern frisch mit Weihrauch-Räucherkerzen durchräuchert und gelüftet) um und auf,putzte es.Wegen meines Rückenleidens überraschte er mich nach dem Kirchenbesuch mit einem frisch ausgefegten,durchgewischtem Erdgeschoß in unserem großen,alten Haus!Da wir beide heute Nacht 2 Betten spontan ab und frisch aufbeziehen mußten,fühlten wir uns größeren Anforderungen und Menschenmengen heute nicht mehr gewachsen.Vor seinem Blaseinsatz mit dem Posaunenchor auf dem Hützeler Waldfriedhof draußen legten wir etwas die Beine hoch,entspannten uns jeder auf seine Art,während Jost wieder interressante Maschinen malte.

Gott sei Dank hörte der Regen nach dem Kirchgang heute vormittag noch rechtzeitig auf,sodaß er und seine heute nur 3 Mitbläser trocken blieben.Couragiert nahmen sie den Outdoor-Blasauftrag in Angriff-und es klang trotz fehlender Stimmenbesetzung (für meine Ohren wenigstens ) ergreifend schön!

Jetzt lädt er mit unserem Sohn noch restliche Laubberge auf seinen Plattformwagen und fährt sie mit seinem Trecker in seinen Wald.Wenn die Herren wegen einsetzender Dämmerung kein Laub mehr sehen können, werden wir den Tag vorraussichtlich bei einem kombiniertem Kaffee-Abendbrot ausklingen lassen.Da auch Jost gerne echtes Kerzenlicht anschaut,freue ich mich mit ihm auf die brennende Kerze auf unserem Esstisch gleich.Die „Schummerstunn“ haben wir beide schon seit Jahren genossen.Durch die Arbeit draußen fällt die Trauer um verschiedene Lieben,die nicht nur dieses Jahr von uns gegangen sind,etwas ab.

GOTT sei Dank haben wir frische Luft draußen!Manch andere Menschen auf unserer Erdkugel tun mir richtig leid… mehr als beten kann ich dafür nicht.

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Am 19.11.2016 spätnachmittags „brannte“ bei uns in Steinbeck der Himmel goldig.Blick von der Südseite unseres Hauses gen Westen.

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19.11.2016 : Nach einem seltenen „Sonnenregen“ konnten wir im Osten noch einen Regenbogen sehen.Regenbögen trösten mich immer (1.Mose 9,13) -bin GOTT dankbar,daß wir vor Totensonntag einen sehen konnten! 

 

 

You´ll never walk alone

15.11.2016

Nachschlag:Abends fuhr ich noch mit unserem kleinen Sohn in den nahen Wald:Er fuhr die noch nicht ganz aufgetaute Schotterpiste Richtung Greifvogelgehege auf seinem Kinderfahrrad munter auf und ab,während ich mich bemühte,während des Smalltalks keine Seitenstiche zu bekommen.Das Fahrradfahren auf hartem Schlamm ist anders als durch weichen Schlamm.Müde und glücklich stiegen wir anschliessend in unser Auto und fuhren die kurze Aspahltstrecke heim.

16.11.2016

Heute früh schaffte ich „nur“ eine lütte Meile durch die Borsteler Schweiz.Im Nebel ging es erst auf schmalem Pfad bergab Richtung ehemaliger Lönsklause.Dieser Teil des „Heidschnuckenwanderweges“ ist sehr idyllisch-immer noch.Obwohl ein kleiner Wanderpfad,auf dem ich früher als Kind mit dem Fahrrad von Steinbeck her entlang gefahren bin,inzwischen gesperrt ist;schade!So mußte ich denn auf der inzwischen für den öffentlichen Straßenverkehr freigebenen Teerstraße bergauf zum Wanderparkplatz laufen.Von dort erkundete ich die Beschaffenheit des in gegengesetzer Richtung (nach Hützel hin) verlaufenden Heidschnucken-Wanderweges.

Nachmittags lief ich zusätzlich zum Morgenlauf noch 1 Meile durch die Feldmark zwischen Borstel und Volkwardingen.Dort war es im scheidenden Tageslicht noch heller als auf meinen anderen Laufstrecken und es lag örtlich zwischen zwei Erledigungen.

17.11.2016

Nach unendlich vielen,spontanen Erledigungen und Terminen schlurfte ich abends im Dunkeln mit Taschenlampe nur noch eben von zuhause aus den Hohlhorstberg etwas bergan und wieder zurück.Mehr ging nicht!Familie geht vor.Die frische Luft vor dem Schlafengehen tat mir gut!Nach dem vielen Training der letzten Tage schmerzten meine Gelenke auf dem asphaltierten Streckenteil weniger als sonst.

18.11.2016

Am frühen Nachmittag überraschte uns das örtliche Novemberwetter mit goldenen,warmen Momenten.Nach vielen Erledigungen vormittags wanderte ich mit unserem kleinen Sohn eine erfrischende Meile durch die durchsonnte,herbstliche Schwindebecker Heide.Da die Markierungen der Treibjagd am Straßenrand inzwischen entfernt waren,trauten wir uns das gefahrlos zu.Aus dem nahen Wald hörten wir das Verblasen der Strecke-herrliche Hörnerklänge!Während des Rückwegs sah unser Lütter ,daß 3 Jäger in spezieller Treibjagdkleidung von Fa.Grube KG/Hützel aus dem Wald kamen und zum Parkplatz gingen.Interressiert und furchtlos sprach er einen älteren Jäger an,der ihm freundlich antwortete,daß dieses Mal „nur“ 15 Wildschweine getroffen wurden.Diese Zahl konnte Jost schon mitzählen,wie schön!Die anschliessenden Dehnübungen neben dem Auto

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Auf einem Feldweg nahe Borstel Tierspuren im Abendschein:“You´ll never walk alone…“ kommt mir in den Sinn…bewundernswert,wie grazil ***sie*** nur den Boden berührten.

fielen mir leichter als am Anfang der Woche.

Streaking heißt ja,daß man am Stück= ohne Pause und fremde Hilfsmittel täglich mindestens 1 Meile geht…nur:Bei diesen wunderschönen,für mich inzwischen erfrischend selten gewordenen Fotomotiven am Wegrand ist das fast nicht möglich!DOCH:Hauptsache,ich habe mich an frischer Luft bewegt.Und immer wieder trinke ich:Wasser aus der Leitung mit EM-Steinen versetzt,frisch zentrifugierten oder in Flaschen abgefüllten Gemüsesaft,Buttermilch,Kräutertee,… . Es hilft mir.Inzwischen fühle ich mich erheblich frischer und wohler als nach oder vor den OP´s.

GOTT SEI Dank! (Wer auf diesen letzten Satz klickt,kann eine Version des Liedes hören,dessen Anfangstext ich als Überschrift für diesen Blogbeitrag ausgewählt habe.Es gibt in youtube Gott sei Dank eine wohltuende Vielfalt von Interpretationen dieses Gospels! )

Der Regen tropft,die Nase läuft… .

15.11.2016

Nach einer erholsamen Nacht begann der Tag mit der Überaschung,daß das Bauchmuskeltraining wieder fast schmerzfrei zu bewältigen war:die verheilende,tiefe Wunde in meinem linken Gesäßmuskel tat kaum noch weh!Nach den miserablen Wochen durch die beiden OP´s hat mein Rücken dieses Training der rumpfstützenden Muskulatur auch dringend nötig.

In der Böhme-Zeitung las ich heute auf der Titelseite sowie Seite 9 über das Ehepaar Jung aus Bispingen,die unter der Schirmherrschaft von Achilles International am New York-Marathon teilgenommen haben.Es tat mir so gut,ihren Bericht zu lesen!

Nach Einkauf von guten Kohlehydraten bei unserem Lieblingsbäcker Bergmann in Bispingen-sein Holsteiner Brot schmeckt wie früher das Schwarzbrot unseres ehemaligen Steinbecker Bäckers Brunkhorst geschmeckt hat-bin ich zur Behringer Heide gefahren.Dort drehte ich im leichten Regen bei nebelig-warmen Wetter meine Morgenmeile,OHNE Stöcke.Zwischendurch baute ich nach Bedarf während des zügigen Gehens paar gymnastische Übungen ein,die mir aus meiner Ausbildung zur Gymnastiklehrerin noch in guter Erinnerung geblieben sind,lang ist´s her.Sie taten mir wie früher auch schon gut.

Auf dem Rückweg fiel mir ein lütter Reim ein-vielleicht wegen Sauerstoff-Überschuß?…kann das poetisch machen?

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Das Wetter hat mit dem Vollmond umgeschlagen in wärmere Temperaturen:Hier die Behringer Heide im Schneematsch,Dunst und Nieselregen heute früh.

Die Schmerzen in meinem Unfallknie sind jedenfalls im Laufe des Weges weniger geworden:So bin ich also weiterhin auf dem richtigen Weg.Danke allen,die mir zu diesem Lebenswandel Mut gemacht und mich unterstützt haben!

Wieder ohne Stöcke gehen dürfen,Halleluja!

13.11.2016

Heute habe ich mich „nur“ darüber gefreut,daß ich das Auf und AB im Gottesdienst wieder schmerzfrei mitmachen konnte.Auch das Sitzen auf der engen Kirchenbank war endlich wieder schmerzfrei-normal möglich.Halleluja!

14.11.2016

Nachmittags bin ich mit unserem kleinen Sohn durch den Winterwald gegangen.Er begleitete mich Fahrrad fahrend auf einem Wanderweg mit einigen schönen zugefrorenen Pfützen (es machte ihm richtig Spaß,diese mit dem Fahrrad zu überfahren!Manche knirschten und krachten dabei,andere nicht🙂  ).In der Eile hatte ich die Nordic-Walking-Stöcke nicht mitgenommen.Auf der Hälfte des Weges sagte er plötzlich zu mir:“Mama,Du kannst ja ohne Stöcke gehen!“-Ja,es wurde eine frei gelaufene ,erste Meile nach den letzten anstrengenden Wochen;sie hat mich sogar kaum belastet!Bin ich dankbar- nicht nur für den gepflegten Wanderweg… .

… und die feste Sitzunterlage beim Autofahren benötige ich auch kaum noch.

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„Kiefernplüsch“ am Wegesrand nach frostiger,nebeliger Nacht am 12.11.2016 zwischen Borstel und Adolfshausen.

Aus dem Sumpf herraus

27.10.2016

Als ich heute nach langer Zeit wieder beim Doc zum Wiegen gewesen bin,habe ich mich SEHR gefreut:Nach den ganzen verwachsenen Wochen ohne richtiges Training habe ich „nur“ 2kg zugenommen.Puuh,Glück gehabt.Diese kg´s müssen natürlich wieder runter-aber durch die Fehl-und Schonhaltungen und Schmerzen der vergangenen Wochen usw. fühlte sich mein Körper schwerer an als „nur“ 2kg schwerer.

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Über Nacht verwandelten Frost und Nebel das noch nicht abgefallene Herbstlaub dieser Birke am Wegesrand in einen „rauh bereiften Herzchenwasserfall“ im November.

Im Ganzen bin ich froh,einen spontan voller als geplant gehabten Tag besser überstanden zu haben als erwartet.Mit 10 min Nickerchen unterwegs konnte ich alles Nötige bewältigen.Ja-ich komme auch an meine Grenzen-aber Liebe ist schon eine treibende,beflügelnde Kraft sowie das gute Gefühl,ein Zuhause zu haben.Es sind mehr Autofahrten gewesen als geplant,mehr Erledigungen usw. .Ein normaler „Mutti-Tag“ auf dem platten Land also🙂 .Ohne die geliebten 3km zügigen Gehens auf gelenkeschonenden,federnden Wald-und Feldwegen.

Ja,ich bin Gott dankbar,daß ich jetzt froh in ein eigenes Bett gehen darf und nicht auf der Flucht sein muß in einem Krisengebiet.

…und vorher wird aber noch die Rumpfmuskulatur etwas gestählt!Wat mudd dat mudd.

28.10.2016

Morgens gab es eine erste längere Autofahrt alleine,zum OP-Doc,die Wunde besehen lassen.Er sagte,daß sie gut aussieht.Tja-und ich sagte ihm,daß nicht ich damit zufrieden gewesen bin,wie es im Einzelnen mit mir ablief.Das mußte er sich anhören…und ich bin jetzt darüber aufgeklärt,wann ich mich bei ihm melden kann-darf-muß.OK soweit.

Auf der Rückfahrt vergaß ich nach einem Einkauf am Wegesrand,die Antischmerzunterlage (Telefonbuch) auf den Autositz zu legen.So hatte ich nach der Autofahrt Schmerzen.

Nachmittags gab es eine kürzere Autofahrt mit unserem Sohn.Wir verbanden asphaltfreies Gehen mit der Suche nach Kletterbäumen und sind sogar fündig geworden!Nun muß nur noch das Wetter geeigneter sein:Trotz Regen lüfteten wir uns,er konnte Unzufriedenheit vom Schulbustransport draußen abbauen und ich hatte im Vergleich zu sonstigen 3km-Strecken einen wohltuenden,geruhsamen größeren Spaziergang.Wir liessen uns vom Regen nicht abschrecken-aber meine Jacke muß neu imprägniert werden!Quatschnass bin ich bis auf die Haut geworden…und hatte nur noch das Bedürfnis nach Ruhe und Wärme hinterher.Doch…

…zusammen mit meinem Mann fuhren wir drei abends nach Hützel und nahmen am Laternegehen mit der Feuerwehr teil.Mein Mann ist das Marschieren auf Asphalt schon jahrzehntelang durch den Musikeinsatz mit verschiedenen Feuerwehrmusikzügen gewöhnt.Inzwischen meide ich es wegen meiner Gelenke  weitgehenst.DOCH:Es war wirklich wichtig,daß wir dorthin gefahren sind!Denn es wurde nicht nur die Begründerin des Laternegehens in Hützel geehrt,sondern auch parallel zu anderen,größeren Veranstaltungen in Großstädten auf den heutigen Inklusionstag,zu dem auch Fluechtlinge gehören, aufmerksam gemacht!Man konnte für 2 Euronen sich hinterher eine kleine Fackel kaufen und den Laternenumzug damit in ein gleichzeitiges,friedliches Votum für Inklusion verwandeln helfen.Das Fackel-Geld wurde für ein Inklusionsprojekt in der Umgebung gespendet.Meine liebe facebook-Freundin Andrea Rademacher hatte dazu passende Worte gefunden sowie auch dafür gesorgt,dass es zu diesem Pro-Inklusions-Lichterzug mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr kommen konnte!Die Hützeler Hauptstraße wurde durch uns paar Lüüd zwischen Gerätehaus und Schützenhaus kurzfristig „entschleunigt“ .Das Ganze hat mich sehr gefreut!

29.102016

Nach seltenem,nötigem allgemeinen Familienausschlafen „stibitzte“ ich mir eine erste Morgenrunde herraus:ENDLICH mal wieder konnte ich direkt nach dem Aufstehen 3 km zügig wandern.DANACH gab es erst Frühstück,heute am Samstag wurde es ein seltenes,gemeinsames Familien-Brötchenfrühstück.

Mit dem Auto fuhr ich 1,5 km zu einer asphaltfreien Laufstrecke.Dieses Mal wählte ich einen anderen Start-und Zielpunkt als sonst.Der Weg war gut befestigt,windgeschützt.Nur ein Kleinwagen und ein ebenfalls trainierender Radfahrer kamen  mir entgegen.Mein Körper musste sich erst wieder an alles gewöhnen,auf dem Rückweg wurde mir etwas schwindelig.Also werde ich mir etwas Wasser zum Trinken während des Gehens mitnehmen müssen nächstes Mal.Vorher hatte ich ja schon 2 Gläser Wasser getrunken und im Auto habe ich auch immer eine Wasserflasche liegen.

Leider tut mir bei den nötigen Bauchmuskelübungen die Wunde weh.Da muss ich behutsam und stetig arbeiten!Denn mein sowieso schon lädierter Rücken hat wegen der länger als geplant verlaufenen Gesamttortur sehr gelitten und benötigt den Aufbau gerade DIESER Muskelgruppe dringend.

30.10.2016

Heute früh vergaß ich in der Eile des Aufbruchs,die festere Sitzauflage bei einer 6 km Autofahrt zu benutzen:Es ging -selten genug-zum BisGo,dem etwas anderen Gottesdienst innerhalb unserer lebendigen Gemeinde,in der ich mich zuhause und wohl fühle.Hier bin ich im Laufe der letzten 21 Jahre,seit ich mich taufen ließ,immer wieder neu angenommen und unterstützt sowie durch verschiedene Höhen und Tiefen unseres Lebens hier wunderbar begleitet worden.Diesen BisGo-Gottesdienst gibt es nur selten,2-3 mal im Jahr.

Zu Beginn also trafen wir uns im Gemeindehaus zu einem liebevoll vorbereiteten Brötchenfrühstück.Danach gingen wir in die Kirche und ich freute mich,wie herrlich erfrischend und lebendig dieser Gottesdienst von VIELEN organisiert und gestaltet worden war.

„10 Grad,Oslo:Die Welle hält!“-so ähnlich klang es früher zu einer Haarspray-Reklame aus dem „dürftigen“ 3-Kanal-Fernsehen;will sagen:Sitzen ging.Da die Kirche nicht voll gewesen ist,konnte ich mich in körperfreundlicher Art schonend hinsetzen,die Position zwischendurch wechseln.Da es kein gewöhnlicher Gottesdienst gewesen ist,gab es auch nicht so viele Sitz-Steh-Wechsel der Gemeinde.Da ich so glücklich über Verschiedenes war,vergaß ich wiederum,auf der 6 km-Rückfahrt die festere Sitzauflage unterzulegen.GOTT sei Dank ging es!

Nach Mittagessenzubereitung (gesunder,bunter Salat mit Bratkartoffeln) im Stehen und Gehen,Sitzen am Mittagstisch,nicht nur ausgiebigem sondern auch nötigem Mittagschlaf und anschliessendem kombiniertem Kaffee-Abendbrot mit der Familie schwang ich mich erneut alleine in unseren für ältere Menschen wirklich sehr sitzfreundlichen VW-Caddy und fuhr ein lüttes Stück hin zu einer Laufstrecke,die ich auch in der inzwischen einsetzenden Dämmerung besser als andere Wege gehen konnte.Dabei erfrischte mich die Erinnerung an einen Bibelvers,den ich früher während der Schulzeit lernen durfte:“Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ Das dieses im Psalm 119 Vers 105 zu finden ist,habe ich über die Jahrzehnte vergessen-doch daheim konnte ich es zügig im www. herrausfinden.Jedenfalls gab mir dieser Bibelvers HEUTE noch-über tausend Jahre nach Entstehen dessen-die nötige Ruhe und Besonnenheit für meinen dämmerigen Feldweg.Als ich mich daran erinnerte-plötzlich war Gottes Wort in mir-,atmete ich erleichtert aus,liess die Ausatmung wie den Rücken herrunterfliessen,alle Angst spülte wie „meinen den Buckel runter“.Das Tastempfinden für die Füße verlor die Blockade,ich konnte danach mit der Wegstrecke besser umgehen.DANKE!Nicht nur an Martin Luther posthum.Wie balancierend lotete ich jeden Schritt aus und entspannte so auch meinen Kopf.Bei jedem neuen Schritt griff ich wie den Boden neu,mit den Zehen.

Allmählich möchte ich meine inneren Körperabläufe wieder auf sportlicheres Verhalten trainieren-sanft,unfallfrei,behutsam;damit ich nachhaltig an Gewicht verlieren kann,um die übrigen Organe und Gelenke zu entlasten.Warm durchblutet,glücklich über das Hören von Kranichen und Wildgänsen sowie den herrlichen Fernblick am Anfang der Wanderung traf ich -wieder ohne die festere Sitzauflage benutzt zu haben-rechtschaffen müde zuhause ein.

Die frische Luft und Bewegung sowie die Gemeinschaft und der Gottesdienst taten mir nach einen sehr seltenen TV-Nacht mit meinem lieben Mann zusammen gut:Zum Hingang des einmaligen Schauspielers Manfred Krug sendete der NDR ab 20.15 Uhr gestern verschiedene Filme und Reportagen.Heute abend fühle ich mich frischer als ich mich heute morgen gefühlt habe!

31.10.2016

Ab heute trainiere ich zusätzlich noch etwas anderes:

Wegen langen Fahrzeiten (2x eine Stunde Fahrzeit für 3 Zeitstunden Unterricht in der ersten Klasse an 5 Tagen) und anderen Gründen,über die ich hier nicht schreiben möchte, fahren wir (hauptsächlich ich) unseren Jungen jetzt selber zur Schule.Also sind meine Fitnesspläne wieder etwas durchkreuzt:Endlich kann ich mich wieder etwas schmerzfreier bewegen nach den 2 OP´s.. .Doch-durch das Training bin ich inzwischen soweit gekommen-ENDLICH-,daß ich mit mir und meiner Familie nicht mehr alles machen lassen möchte.DAS hat erstmal Priorität.So-also regelmässiges Autofahren (ca. 500 km zusätzlich pro Woche) „abliefern“,sich jetzt DAFÜR fit halten…und die gefahrenen 500 km natürlich woanders „einsparen“! Das ist eine spezielle Arbeit-anderes bleibt entweder liegen oder wird in zweit-und drittrangig eingestuft.So habe ich heute wegen gründlicher Ausruhphasen zwischen den Fahrten sowie eines neuen Timings für das gesunde,warme Mittagessen meines Mannes nur einen kurzen Waldspaziergang geschafft.Nach verschiedenen Gesprächen bereue ich unsere  Entscheidung dazu nicht.

…abends gab´s dann noch etwas „Pflastertreten“ anlässlich des Steinbecker Laternenumzugs.Mein Mann schleppte musizierend seine Tuba mit den Kameraden/innen vom Feuerwehrmusikzug Bispingen;die freundliche Jugendfeuerwehr beleuchtete ihre Noten mit Fackeln.Kind und Kegel liefen hinterher;Jost und ich genossen die verschiedenen Wege auf diese Art und Weise durch unser kleines Dorf!Hinterher wärmten wir uns bei zünftiger Bratwurst vom leckeren,lokalen Schlachter und verschiedenen kalten und warmen Getränken auf.Das war mal ein selten schöner,netter Abend!Wir trafen verschiedene Steinbecker facebookfreunde spontan kurz live. Aus gesundheitlichen Gründen sowie wegen des natürlichen Bedürfnisses nach Ruhe nach dem Trauerfall im Frühling bin ich nur noch selten derart „unterwegs!“.Es gibt und gab und wird ja auch genug anderes zu Erledigen geben!Ausserdem bewegen Jost (Kind) und ich (seit über 21 Jahren Nichtraucher ) uns nicht (mehr) gerne mitrauchend in Menschenmengen.***Er*** fand schon am ersten Lebenstag den „Duft“ von Zigarettenrauch in der Kleidung von Passanten unangenehm-obwohl der Mensch nicht mehr im Fahrstuhl des Krankenhauses gewesen ist,er kam uns nur entgegen.

1.November

Auf der Rückfahrt von Soltau bin ich heute fast von einem Auto angefahren worden,das auf einer Linksabbiegerspur neben mir an einer Ampel stand.Da es NICHT blinkte,dachte ich mir:Aufpassen!Wer weiss,wohin er fahren möchte-und richtig:Ampel ging auf grün,wir fuhren gleichzeitig los (ich fuhr natürlich nicht so stark an wie normal,sondern nur „abwartend-deutlich,umsichtig“) und statt mich zu rammen,bemerkte der Autofahrer sein Verhalten und bremste.Fazit:Defensiv und vorrausschauend fahren ist immer sicherer.Gott sei Dank ist nichts passiert!

…mal schaun,was ich heute noch schaffen kann in Sachen Fitness.

Nachmittags nach den Hausaufgaben unseres Sohnes und meiner nötigen Mittagsruhe machten wir uns beide bei „egalem Wetter“ auf eine „Pluchentour“:Jost fuhr stolz auf seinem kleinen Kinderfahrrad,daß wir gut und gebraucht vor geraumer Zeit erstehen konnten,und ich bewegte mich vorsichtig mit den hilfreichen Walkingstöcken eine gute Dreiviertelstunde durch unebenes Gelände.Nein-wir testeten keine Crossstrecke oder pure Wildnis aus!Aber für so einen lütten Fahranfänger und ein lädiertes altes Huhn fühlt sich doch ein Feld-Wald-Wiesen-Weg mit auf und ab sowie verschiedenen Untergründen schon wie eine Geländetour an.Da wir auf Grund trockenen Wetters dieses Jahr keine Herbst-Speisepilze sammeln konnten (was auch ein anspruchsvoller Spaziergang sein kann!),freuten wir uns sehr,wenigstens ein paar schön aussehende,ungeniessbare und Giftpilze am Wegesrand zu erblicken:Schön,daß der Bioorganismus Wald wenigstens ETWAS zurück ins Normale finden konnte!Denn Pilze entgiften den Boden.Deshalb zerstören meine beiden Kinder und ich mutwillig keinen Pilz.Nur von 2 stinkenden Pilzkolonien,die vor unserer gerne geöffneten Tür und Fenster wuchsen,haben wir uns getrennt,indem wir die Holzstubben,auf denen ***sie*** wuchsen,entfernten.So lernten wir eine Gegend im „aufgetauten Herbst“ bei nassem,windigen Wetter etwas näher kennen,in der wir uns im letzten Jahr zusammen mit Jost´s Papa an einem Winterspaziergang bei Schnee und Eis erfrischt hatten.Nachdem wir auf dem Spaziergang verschiedenes Interressantes entdeckt und erlebt und im Umgang miteinander gelernt hatten,machten wir uns nass und wärmebedürftig-aber glücklich!- auf den Heimweg.Nach einem warmen Flieder-Schwarz Johannisbeer-Saft mit Honig bei gemütlichem Kerzenschein,seltenerweise zusammen mit unserem lieben Papa,klingelte es an unserer Haustür:

Der Hausbesuch seiner Schule stand in Form einer Lehrerin vor unserer Tür.Zu Beginn der 1.Klasse werden Hausbesuche gemacht,die Schule ging freundlicherweise auf unseren bizarren Terminwunsch ein:“Bitte erst dann,wenn Papa mit dabei sein kann!“,bat Jost.Eine nervenstarke,freundliche Pädagogin wurde von unserem Lütten zu seinen beiden Kaninchen,Papas Holzofen im ehemaligen Kuhstall und freiwillig in sein Zimmer geführt (was er eigentlich ÜBERHAUPT NICHT der Lehrerin zeigen wollte…🙂   )-und das nach Feierabend!Wir sind wirklich für diese einmalige Sprachheilschule in Soltau dankbar,in die unser Sohn gehen darf in seiner speziellen Situation.So eine Unterstützung wünsche ich anderen Kindern auch!Es gibt doch viele,die es nötig haben-wenn ich mich mit meinen bissel auch „pädagogischen Augen“ als Gymnastiklehrerin so umschaue … .Ja-und dann gab es ein Gespräch,was länger als geplant dauerte.Auch dafür sind mein Mann und ich dankbar.Es tut uns leid,daß wir die Zeit (1,5 Stunden statt geplanter 1 Stunde ) auch dieser Familienmutter derart in Anspruch genommen haben!Eine geplante Zeitstunde ging für das Schulische drauf,eine weitere halbe Zeitstunde schenkte sie wegen des Konflikts mit dem Busunternehmen hinzu.Das aufklärende Gespräch tat gut-und ich freute mich,daß mein Mann solange mit unserem Sohn draußen etwas Nötiges erledigen konnte.Denn ich möchte,daß er sein positives Lebensgefühl behält.

Aber diese spontane,von uns aus ungeplante, Aussprache wegen der Transportsituation klärte Verschiedenes beiderseitig auf und gab uns die Hilfe dazu,einen Neuanfang zu wagen mit dem Transportunternehmen,nachdem wir neue Info von der Schule dazu haben „sacken lassen“können.

GOTT SEI DANK! Denn ich kann einfach nicht in unguter Luft und mit Unfrieden leben,mein Mann sowieso nicht und Jost erst recht nicht.

Nicht nur,daß wir beide für Konflikte ausserhalb keine Kraft übrig haben zur Zeit nach den anstrengenden letzten Jahren.Nun hatte er ja auch kaum Kontakt mit dem Transportunternehmen und natürlich sah und sieht er deshalb Manches auch anders (nicht nur deshalb,weil er natürlicherweise andere Eltern hat als ich und ausserdem ein anderes Individuum ist,welches das Recht hat,von seiner Seite aus auf die Torte zu gucken,die auf dem Tisch steht!…man sieht halt weniger und anders,wenn man unter dem Tisch sitzt oder aus einem anderen Raum guckt…).

Hoffentlich geht jetzt alles korrekt weiter-denn so eine unnötige Spannung belastet.Darunter hat unser Sohn auch gelitten!Er konnte sich gestern zum ersten Mal nicht mehr daran erinnern,was er im Erzählkreis vom Wochenende berichten wollte.Die Kinder malen jeden Montag ein Bild zu ihrem einen Wochenenderlebnis in ein spezielles Buch hinein.Das ist eine ihrer Hausaufgaben.

Im Ganzen ist zu bemerken,daß mir Dauersitzen noch nicht so gut bekommt.Deshalb muß ich mit Verschiedenem in Rücksicht auf den nötigen Heilungsprozess vorsichtig sein!Herzlichen Dank an alle facebook-Freunde,die für unser konstruktives Familienleben und unsere Gesundheit beten!

…und dann war da noch das Handy,das neulich plötzlich abends anging:Müde saß ich letzten Freitagabend nach der ganzen,durchwachsenen Woche und dem anstrengenden Pflastertreten während des Laternenumzugs in Hützel zuhause am Tisch in der Küche und schmierte unserem Sohn noch eine Wurststulle,mein Mann legte nebenan am TV endlich! seine müden Arbeitsbeine hoch und entspannte seinen strapazierten Arbeitsrücken  im gebraucht geschenkten Fernsehsessel (neue Möbel schaffen wir SEHR selten an,da unsere geliebten Stubentiger sie alle zu natürlichen Kratzbäumen umfunktionieren)-als plötzlich eine Polizeisirene anging…“Gerhard,da ist etwas!“-„Nö,das ist das Spielzeugauto von Jost,hier läuft keine Polizeiautosirene!“-„Doch Komma komm mal her bitte!“-Knacken wie bei einem reellen Lautsprecher war jetzt zu hören,danach eine Männerstimme:“Hallo?HAALLOOO!“Knacks-Ruhe.-Zum Glück konnten wir die Lärmquelle finden:Das neue Handy in meiner Hosentasche war wohl gegen das Schlüsselbund gekommen und hatte an einer speziellen Taste gedrückt einen Notruf ausgelöst,denn im Display stand „SOS“…Platt rief ich bei 112 an,um denen zu sagen,dass alles in Ordnung sei hier und dass es mir leid täte wegen dem neuen Handy mit noch unbekannten Sonderfunktionen,peinlich.“Nein,hier ist alles ruhig,es gibt keine Meldung.“-„Danke,hier ist auch alles ruhig.Es tut mir leid!“

02.11.2016

Am späten Nachmittag schaffte ich es noch eben,eine Dreiviertelstunde alleine mit den Walkingstöcken zu gehen,Waldstrecke.Es kamen mir auf diesem prädestinierten Wanderweg etliche Spaziergänger entgegen,ein echter Jogger mit seinem Hund überholte mich.

Es macht ganz schön viel Mühe,wenn man abends läuft statt morgens nüchtern regelmässig seine 3 km geniessen zu können!Es fühlte sich für mich nicht gut an.Aber es ist besser als nichts gewesen!

Immerhin hatte ich meinen Mann nachts unterstützt,als er vor Zahnschmerzen nachts nicht schlafen konnte.Bin kein Oktopus (ein Arm läuft,ein Arm spült Geschirr,ein Arm … !).

03.11.2016

Flaute

04.11.2016

Heute bin ich nur mit unserem Sohn im Wald zum Pilze suchen und Kletterbaum testen gewesen.Eigentlich sind wir nur zum Kletterbaumtesten im Wald gewesen und haben nebenbei die ersten Herbstpilze gefunden.Mangels Taschenmesser und Korb liessen wir die in diesem bis vor Kurzem noch trockenen,warmen Herbst wirklich seltenen Exemplare stehen.

…und dann rief uns freundlicherweise noch das Fuhrunternehmen an,was für die Beförderung unseres Sohnes zur Schule zuständig ist.Darüber habe ich mich gefreut.Vielleicht gibt es ja noch eine vernünftige Lösung,ohne Mobbing.Es war wirklich nett,dass die Chefin des Unternehmens sich morgen unsere Örtlichkeit selber angucken wollte und mit mir einen Hausbesuchstermin vereinbarte!

05.11.2016

Der Samstag begann mit Gang zur Zeitungsrolle und zum Schlachter (Samstags-Brötchen holen).Die frische Luft früh morgens tat gut,die Dunkelheit störte mich nicht-zum Gehen.Aber schneller laufen im unebenen Gelände wollte ich jetzt nicht!Soviel Risiko passt nicht zu meiner heutigen körperlichen Verfassung nach der wirklich anstrengenden Woche.Vielleicht komme ich mit Umsicht langfristig beim Abnehmen doch bissel weiter als mit Hau-ruck ?

So-mal sehen,was der Tag noch bringt und wielange der inzwischen wackelnde,schmerzende Zahn meines Mannes noch drin bleiben muß!

Wegen seiner Schmerzen sind wir zum Notzahnarzt gefahren.Dieser entfernte ihn aber nicht.Er „kümmerte sich“ fachmännisch und substanzerhaltend um ihn und verordnete ein Antibiotika für die nächsten 10 Tage.Auf dem Rückweg vom Notzahnarzt und der Apotheke in Soltau entspannten wir uns noch kurz im Wald beim Pilze suchen trotz einsetzenden Regens.

Gott sei Dank war unsere liebe Tochter zuhause,kümmerte sich um unseren Jost und den freundlichen Hausbesuch des Taxiunternehmens zum Schultransport unseres Sohnes.Leider konnte ich nur telefonisch anwesend sein.Aber die Situation war ja offensichtlich.

Nach dieser zweiten „unruhigen Zahnnacht“ und dem vielen Gekurve der letzten Tage tankten wir bei einem von unserer großen Tochter sehr lecker und vitaminreich zubereitetem Mittagessen sowie einem „abgeschirmten Mittagschlaf“ auf (Jost genoss es, während unseres nachgeholten Schlafes mit seiner inzwischen selten anwesenden,großen Schwester drinnen und draußen zu spielen und zu basteln).Anschliessend genoss ich seltenerweise eine heisse Badewanne (da Jost bei einem Kindergeburtstag und mein lieber,tapferer Mann bei einem Blaseinsatz mit seinen Feuerwehrmusikzugkameraden war),statt mich alleine im Regen und in der frühen Dämmerung draussen über 3km Wanderstrecke zu quälen.

06.11.2016

Heute machten wir drei uns früher als sonst sonntags auf den Weg:Mein Mann hatte einen Posaunenchoreinsatz zum Gottesdienst in Bispingen.Jost und ich genossen den aufbauenden Kirchenbesuch.Er tat uns gut!Der Pastor fand einfache,verständliche Worte in seiner Predigt,sodaß nicht nur die Musik unserem kleinen Sohn und mir gut taten.

Nach „Sendung mit der Maus“ und dem „Sonntagsmärchen“ im TV bereitete ich das Mittagessen zu-mit den zwei Pilzen von gestern.Gestärkt machten wir uns auf eine gemeinsame,ca. 3km lange Feldweg-Wanderung in der Nähe,da es ja bald dunkel werden sollte und wir lieber im Hellen unterwegs sein wollten („Nach dem Essen sollst Du ruh´n oder 1000 Schritte tun!“).Auf dem Weg entlang einer Hecke lagen „vergessene Äpfel“,die keiner wollte;also füllten wir unsere wenigen Jackentaschen mit dem Feldobst.“Durchschlammt“ und glücklich kamen wir zuhause an.

07.11.2016

Der Montag begann mit 3 km alleine laufen-trotz einer Nachricht über einen Todesfall in der Familie machte ich mich auf den nötigen Fitnessweg.Denn die betreffende Familie wohnt leider weiter weg.So machte ich mich nach Gebet für sie auf  den ersten,zünftigen 3km-Weg durch die Schwindebecker Heide seit meiner ersten OP Ende September!Darüber war ich froh.Es fiel mir nicht leicht,mich relativ ungeübt inzwischen wieder,durch das wellige Bodenprofil zu arbeiten…Profis machen das sicher mit links und auch weitere Strecken.Doch ich war einfach nur glücklich und beruhigt,dass der liebe Verstorbene und seine  betroffende Familie AUCH JETZT in Gottes liebenden Händen ruhen und ich mit meinem „inneren Schweinehund“ eine weitere Gassirunde schaffen konnte.

Abends nach Feierabend meines Mannes sind wir mit Käse-Schnittchen,Gemüsebeilagen und Kaffee zum Laternenumzug von Josts Schule mit anschliessendem,gemeinsamen Büffet gefahren.Es war eine neue Erfahrung,daß mein Mann seine Tuba samt Kopfleuchte dabei hatte:Alleine über schmale,holperige Gehwege musizierend zu gehen ist zu unsicher!Zusammen mit den Kameraden auf abgesperrter Straße ist es sicherer,aber auch dann ist das gute,alte Kopfsteinpflaster „musikerfeindlich“… .Angespannt und bissel abgehetzt kamen wir bei der Schule an.Es war schön,dass wir beide mit unseren verschiedenen Lebensgefühlen nicht alleine sind!Die Begegnung mit den anderen Verwandten der zwei Klassen Schulkinder tat uns gut.Schön,daß wir alle „nur mit Wasser kochen“!

Das auf und ab der nötigen Treppenwege im Schulgebäude hat mir erneut klar gemacht,daß mein mühseliger Weg mit Ernährungsumstellung und Bewegung der richtige Weg aus dem Schlamm herraus (zum Abnehmen) ist!

08.11.2016

Heute früh rief die Busfahrerin an,die unseren Sohn morgens mit einem VW-Bus zur Schule fährt und mittags zurück bringt,daß sie wohl sehr viel später kommen wird,da sie wegen eines schweren Unfalls in einem Stau steckt und nicht wenden kann.Um ihr und den weiteren Kindern,die sie in unserer „Nähe“= 6km Entfernung von uns noch abzuholen hat,zu helfen,sagte ich ihr,daß ich unseren Sohn selber zur Schule fahren würde-in der Hoffnung,daß die übrigen Kinder wenigstens einigermaßen pünktlich in der Schule sein könnten.

Da über Nacht Kälte und Schneefall eingesetzt hatte,machte ich mich am ersten glatten Tag der neuen „Wintersaison“ frühmorgens auf eine lütte Odysse mit Umwegen zur Schule auf.Heil angekommen wartete ich ca. eine halbe Stunde noch auf die Busfahrerin,um mit ihr persönlich das Abholen mittags zu klären-denn in DEM Verkehr wollte ich sie nicht unnötigerweise ans Handy holen.Da ich im ungeheizten Auto kalte Füße bekam und noch einen weiteren Termin ausserhalb hatte,wollte ich nicht länger warten.Durch den ersten Schnee fuhr ich zu meinem Termin.Nach 40 min kam ich bei diesem Wetter in der Stadt an,wärmte mich bei einem Kaffee und Brötchen etwas auf und kam relativ pünktlich zu meinem Termin.Von dort aus war es noch 30 min bis nach Hause.Zwischendurch meldete sich die Busfahrerin freundlicherweise.Heissen Tee mit Zitrone getrunken und waagerecht gelagert tankte ich Kraft fürs Abholen.Denn die Straße war wegen Bergungsarbeiten noch immer gesperrt… .So holte ich unseren inzwischen großen Sohn selber ab,damit die Busfahrerin nach der Tortur heute früh bald Feierabend machen könnte.Jost und ich fuhren einen anderen Weg zurück-denn überhängende Bäume und Schneebruch machte das Befahren mancher Straßen zu gefährlich!Ohne Zeitdruck erkundeten wir die Wegbeschaffenheit anderer Ausweichstrecken.Nach Schneeschieben zuhause an den langen Gehwegen und einer von unseren beiden Einfahrten waren wir beide groggy! So war eine Pause fällig,nach der wir noch versuchten,auf unserem eigenen Rodelberg im pappigen Schnee zu rodeln-was natürlich nicht ging.Sauerstoff hatten wir aber genug getankt!…und Jost hatte eine größere Schneekugel gerollt,die aber AUCH nicht den Abhang hinunterrollen wollte.

Abends machte ich nur noch etwas Bauchmuskeltraining,um den Rücken zu stärken.

09.11.2016

Nach Ausschlafen und gemeinsamen Frühstück begleiteten wir beide Papa zum Kiefernchirurgen nach Lüneburg.Jost hatte wegen einer Fortbildungsmaßnahme des Lehrkörpers schulfrei.Der Weg dorthin war gefährlich.GOTT sei Dank kamen wir heil an!Der Arzt arbeitete gut und zügig,sodaß wir bald wieder nach Hause fahren konnten-dieses Mal fuhren wir eine andere Strecke!Fitnessaktivitäten gab´s keine:Es gab nur das Auto sicher zu steuern sowie meinem kranken Mann zu helfen heute.Der Busfahrerin sagte ich heute für morgen schon rechtzeitig ab,da manche Wege nicht geräumt und gefährlich zu begehen und zu befahren waren.

10.11.2016

Über Nacht setzte Tauwetter ein-trotzdem blieben eine wesentliche Hofeinfahrt und andere Wege unseres Hofgeländes mit Steilhängen gefährlich:Es lagen ja überall noch Blätter unter und über dem Schnee!Nein-die Entscheidung,unseren Sohn heute selbst zur Schule zu fahren und abzuholen,war richtig,bzw. umsichtig da unfallverhütend!

Obwohl ich schon Anfang der Woche (nach Aufforderung durch die Schule anhand von Zettel) die Busfahrerin rechtzeitig informiert hatte,daß ich unseren Sohn morgen am Freitag wegen der Theateraufführung selber transportieren würde,sprach sie mich mittags auf dem Schulparkplatz noch einmal an,als ich mich gerade in einer erholsamen Kurzentspannung befand während ich auf unseren lieben,tapferen Jost wartete.Sie sagte mir,daß sie nicht von mir schon einen Tag vorher informiert werden möchte wenn sie nicht zu fahren braucht,sondern nur frühmorgens und daß ich mich in dem Fall bitte künftig an das Transportunternehmen zu wenden habe.OK-nach vergangenen negativen Erfahrungen rief ich also dort selber an und erzählte selber,weshalb unser Sohn nur am Montag von ihnen transportiert worden ist sowie daß es morgen nicht nötig sei.Wegen eines Trauerfalls in unserer Familie und der bevorstehenden Theateraufführung sowie dem Begleiten der Zahnschmerzen seines Papas seit Anfang letzter Woche schon hatte unser Sohn Unterstützung nötig!Er genoss in den vergangenen Tagen den ruhigen,kurzen Schulweg sichtlich.

Nachmittags fuhr ich unseren Sohn noch zur Logopädie nach Lüneburg.Auf der Rückfahrt gönnten wir uns einen kleinen „Boxenstopp“ bei Kakao,Kaffee und Kuchen.In einer lütten Bäckerei genossen wir  ausser Heissgetränken und den „anderen Tapeten“ ein Ratespiel miteinander : „Ich sehe was,was Du nicht siehst und das ist…“ (Farbe sagen,die Mitspieler raten lassen,nur mit „nein“ antworten,bei „ja“ ist derjenige dran der den Gegenstand erraten hat).Bei diesem kleinen,einfachen Spiel lernt unser Sohn,Gegenstände zu benennen,nicht nur „das da“ oder so zu sagen.

11.11.2016

Obwohl schon alles geklärt war,gab es frühmorgens-mitten in meinen Kochvorbereitungen für das Familienessen mit seltenem Besuch zuhause nach der Theateraufführung-einen Handyanruf und einen SMS-Wechsel mit der Busfahrerin.

Nach dem morgendlich Schultransport blieb mir nur eine lütte Pause-aber diese nutzte ich effektiv zur Entspannung aus! Dann ging es auch schon wieder 18km zurück zur Schule,dieses Mal mit meiner Schwägerin und meinem Mann dabei.Dieser hatte mehr Lampenfieber als Jost:die Hin-und Rückfahrt war deshalb für mich anstrengend,ähnlich wie die „Zahnziehtour“ am Mittwoch.Nachdem ich meinen Mann und Schwägerin eilig zur Theaterbühne in der Turnhalle begleitet hatte,ging ich nochmal hinaus,um meine liebe,einzigartige und von Jost SEHR geliebte ältere Schwester Elke Marold und ihren Verlobten Ralph Schulze aus Sarstedt draußen zu treffen.Sie sind auch meine facebookfreunde.Sie sind noch nie zu Besuch in dieser Schule gewesen und freuten sich sehr auf das Martinsspiel der 1. und 2. Klasse ! Jost hatten sie auch erst kurz nach meiner OP gesehen,als sie freundlicherweise mir einen SEHR helfenden,spontanen kurzen Heilungsbesuch abstatteten.Ralph&Elke haben nicht nur mir sondern auch meiner Familie über viele Jahre hinweg treu und heilend helfend zur Seite gestanden.Das sieht man nicht nur an meinem inzwischen wieder einsetzendem Haarwuchs,nachdem Ärzte mich vor Jahren aufgegeben hatten.

Die Schulaufführung ist wirklich sehr gut gewesen!Die Lehrer haben innerhalb kurzer Zeit mit den Kindern wirklich viel geschafft.Der Hausmeister und wir Eltern waren für die Requisiten zuständig.Alle Kinder waren textsicher;wenn eines sich mit der Handhabung der Requisiten vertütelte,half ihm ein anderes Kind freundlich und gekonnt weiter.Auch in den Umziehpausen zwischen den 4 Szenen waren die Kinder echt leise-und hinterher sangen sie zusammen mit den 4 Lehrerinnen noch ihr „Regenbogenlied“!Eine Lehrerin hat sich die Mühe gemacht,das Martin-Thema in ein kurzes,halbstündliches Laienspiel mit einfachen,für die Kinder etwas moderneren Texten zu komprimieren,zu verwandeln.Hut ab!

Damit es nicht wieder Ärger wegen des Transports von Requisiten im VW-Bus des Schultaxis gibt,packte ich Sämtliches schon heute prophylaktisch ins eigene Auto!Danach kraxelte ich mit meinem angeschlagenen Knie noch die drei Treppen bis zum Klassenzimmer hoch und wieder herrunter,wo es noch eine Abschlußbesprechung mit Lehrern,Kindern und Eltern gab.In der Zwischenzeit bis dahin half mein lieber Mann wie andere Eltern auch,die schuleigenen Requisiten von der Turnhalle Richtung Dachboden zu räumen sowie die Stühle von der Turnhalle in den Keller.

Als wir uns zu einem wirklich seltenen,gemeinsamen Mittagessen mit meiner lieben Schwägerin,Elke,Ralph,meinem lieben Mann und Jost zuhause in unserer Küche hinsetzten,fiel die Anspannung der letzten Wochen allmählich ab.Der liebe Besuch verbreitete Fröhlichkeit und Entspannung,Jost spielte mit seinem sehr geliebten Ralph und seinem ebenfalls geliebten Hundebesuch Lucio draussen im großen Garten und fütterte seine Kaninchen.Nach dem festlichen Essen …(da es Josts erstes Theaterspiel gewesen ist,machte ich einen Rinderhackbraten schon Mittwochabend fertig,den ich nur kurz in der Pfanne scheibenweise noch anbraten musste.Dazu gab es Kartoffelsalat,den ich Tags zuvor abends vorbereitete.Als Nachtisch hatte Jost sich Vanillepudding mit Schokoladensoße gewünscht.Da ich nicht wusste,ob ich alles schaffen würde bei der ganzen Autofahrerei,brachte ich Donnerstag von unterwegs noch ein paar Kuchenstückchen mit.Diese teilten wir in kleine Stückchen auf,sodaß wir zum Kaffee nach dem Essen etwas Seltenes geniessen konnten.Für alle ist diese Woche anstrengend gewesen,wir freuten uns dankbar über das leckere Essen)… brachte ich meinen Mann wieder zur Arbeit.Nachdem der liebe,seltene Besuch sich verabschiedet hatte,nutzte ich das einmalige Winterwetter (Wann kann man schon Herbstlaub an den Bäumen zusammen mit Schnee fotografieren?) zu einem kleinen,entspannenden Foto-Spaziergang.Gen Sonnenuntergangszeit stieg Bodennebel hoch.

12.11.2016

Heute am Samstag wollten wir ausschlafen-aber wir wachten früher als an anderen Samstagen auf.So konnten Jost und ich zeitig zum Schuhe und Zimt kaufen nach Schneverdingen aufbrechen und mein lieber Mann beschäftigte sich mit Feuerholznachschub und Laub domptieren:Hopp,rauf auf den Haufen!Nö-doch lieber harken…magnetisch sind die vielen Eichenblätter ja noch nicht🙂 .Zwei Wagen voll Laub lud er mit Jost,Johanna und ihrem Freund auf.Zwischendurch stärkten sie sich am ersten,frischen Honigkuchen des Jahres vom Blech,den Jost und ich zusammen buken.Es ist zwar noch nicht Advent-aber die tapferen Arbeiter hatten eine zünftige Pause bei dem kalten Wetter draußen verdient!

Der Nebel verwandelte zusammen mit Frost unsere Landschaft in ein Wintermärchen:Die Kiefern am Wegrand sahen durch die vielen Kristalle richtig plüschig aus!Birkenblätter in welkem grün-gelb-braun wurden umrandet mit Kristallen und sahen wie ein Wasserfall von Herzchen an einem Zweig am Strassenrand aus!So etwas Schönes hatte ich noch nie zuvor gesehen … .Ein Fotostop auf dem Weg nach Schneverdingen mußte sein!

Am späten Nachmittag schaffte ich dann doch noch eine Dreiviertelstunde zügiges Wandern mit den Nordischen Stöcken durch den inzwischen wieder ungefährlichereren  Wald: Eine dicke Eiche und 2-3 lütte Birkenbäume mussten in den vergangenen Tagen den Waldweg unpassierbar gemacht haben,man sah noch die Sägespäne des Freisägens… .Das fehlende Training der letzten Zeit führte dazu,daß ich länger als früher brauchte,um richtig warm zu werden beim Laufen.Doch überstand ich die Dreiviertelstunde vom Herz-Kreislauf  her wirklich besser als kurz nach den OP´s ! Natürlich war ich müde nach dem Weg-aber glücklich müde! SO MUDD DAT !

Neben meiner Tastatur liegt ein kleiner Zettel,der vor Jahren ein Geburtstagsgeschenk gewesen ist zusammen mit anderen kleinen Zetteln voller nahrhafter Texte in einem kleinen Papphaus.Als Jost klein war,freuten wir uns sehr,jeden Morgen einen kleinen Zettel herrauszufischen,zu lesen und in eine Sammeltüte zu tun,damit wir diesen nicht noch einmal im Jahr lasen.Auf diesem kleinen Zettel steht:“Ich liebe und werde geliebt,also bin ich!“ Franz von Sales  Deshalb danke ich jedem,der sich die Mühe macht meinen Text zu lesen oder für uns hier zu beten.Manchmal schaffe ich es auch,Texte meiner facebook-Freunde zu lesen und für sie zu beten.

Es geht Gott sei Dank aufwärts!

Heute bin ich nach einer „gefühlten Ewigkeit“ wieder meine 3km -Strecke gegangen.Behutsam,doch mit Erfolg:Am Anfang fühlten sich nicht nur meine durch die nötigen OP´s vernachlässigten Beine,SONDERN DER GANZE KÖRPER wie abgestandener Vanillepudding von Dr.Oetker an.Während des ersten,vorsichtig gelaufenen Kilometers verwandelte sich das Körpergefühl in Richtung Cumuluswolke am Maihimmel.Zum Schluß der lütten Wanderung durch den sonnigen Herbstwald hat sich mein gesamter Körper so warm und gut angefühlt wie lange nicht mehr (Gott sei Dank ist die ekelige Virengrippe auch wech!),ich fühlte mich gut durchgearbeitet,leicht und rechtschaffen müde.

Die letzten Tage habe ich kontrolliertes

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Da uns der gekaufte Kartoffelsalat gestern nicht schmeckte,wurde er von mir MIT FRISCHEN ZUTATEN (Tomate,Zitrone,Kartoffel,Apfel,Kräuter,Olivenöl,…) verfeinert.Heute überraschte uns meine liebe Schwiegermutti mit frischem Rotebeete-Salat,herrlich einfach,lecker und gesund.

Sitztraining gemacht,um aus der Schonhaltung wieder herrauszufinden, und bissel Bauchmuskeltraining-vorsichtig.

Sehr gefreut habe ich mich heute,daß ich spontan unseren Sohn von der Schule mit dem Auto abholen konnte,da ich in Soltau noch etwas anderes Dringendes zu erledigen hatte.So-und jetzt ist Feierabend!