Klappertopf

Donnerstag,16.06.2016:

Frühmorgens ging ich meine erfrischende Meile durch den vom Nachtregen feuchten und deshalb herrlich duftenden Wald.Schön,dass der Sommer trotz einiger Wetterhüpfer in der letzten Zeit inzwischen dabei ist,den Frühling „vegetativ abzulösen“:Am Wegrand blühen Knabenkraut,Akelei,Margerithen,Wicken,Glockenblumen,Lupinen und wahrscheinlich  „Großer Klappertopf“ .

Juni 2016

Mittwoch,01.06.2016:

Morgens 3km Fahrradfahren,anschliessend Bodengymnastik.

Abends bin ich 35 min zügig ohne Pause und andere Hilfsmittel gegangen.In dieser Zeit habe ich bei waagerechtem Streckenprofil und ohne Gegenwind mindestens 1 Meile Weg zurück gelegt🙂 .

Donnerstag,02.06.2016:

Morgens bin ich wieder 3km Fahrrad gefahren,wegen Defekt nahm ich ein anderes Fahrrad-und siehe da:“Ungewohnte Gewöhnung“(das ist schlechtes Deutsch,trifft aber in Kürze die Situation) führte zu einem Sturz.GOTT SEI DANK war nichts gebrochen,nur geprellt und geschürft-aber ich fiel nach nur 6 Monaten wieder auf dasselbe Knie.Ärgerlich.Dann muß ich eben etwas dazulernen… .

Anschliessend gab es wieder 10 min Bodentraining;dieses Mal fielen mir die Übungen leichter als gestern und ich baute Variationen ein,die mir gut taten.Es ist wirklich gut,Bodenübungen zu machen und nicht nur die Muskulatur der unteren Gliedmassen zu trainieren!

Abends versuchte ich vorsichtig,1/2 Stunde lang am Stück auf weich federndem Waldboden spazieren zu gehen.Und siehe da:Es ging. GOTT SEI DANK So habe ich „meine Meile“ trotzdem geschafft.

Freitag,03.06.2016:

Da ich Donnerstag abend längere Zeit mit angewinkeltem Knie sitzen musste,tat es weh.Da übrige Familienmitglieder zum Arzt mussten,bin ich auch dorthin gegangen und habe ihm mein Knie gezeigt.Er wollte,dass ich es röntgen lasse.OK-erst unseren Sohn zum Kindergarten bringen,dann über 3 Stunden in einer freundlichen Facharztpraxis zubringen-alles ohne Frühstück(nur Wasser und 2 Bananen).So sind mein Mann und ich nach dem spontan anders verlaufenden Vormittag direkt anschliessend samt Frühstück an Bord in unseren Wald gefahren,haben dort gefrühstückt und hinterher, wie all die anderen Tage auch ,unseren Sturmholzhaufen weiter bearbeitet.Ich sollte ja mein Bein hochlegen und kühlen und schonen.Das ging gut,denn das nasse,gespaltene Holz als Unterlage unterm hochgelegten Knie kühlte hervorragend!Dabei bediente ich den Holzspalter,damit mein Mann besser arbeiten konnte.Das war anstrengend genug für mich,sodass ich auf den Abendspaziergang verzichten musste.Manchmal geht eben das Familienleben vor.

Samstag,04.06.2016:

Bis zum Dunkelwerden sind wir mit den letzten Hölzern unseres Sturmholzhaufens beschäftigt gewesen!Ausser einem Wagen voll mit den dicksten Klötzen haben wir nun alles Sturmholz von den Tiefs Nils und Niklas 2015 weggespalten.Jetzt muessen nur noch einige Wagen voll aufgestapelt werden.Bin heilfroh,dass ich trotzdem zwischendurch abends „meine Meile“ gehen geschafft habe!

Sonntag,05.06.2016:

Nach Ausschlafen und relativ gemütlichem Frühstück ist mein Mann heute damit beschäftigt,das letzte Häufchen gespaltenen Holzes zu rücken sowie die Arbeitsgeräte zurück zu holen.

Was ich in der letzten total stressigen Woche(Trecker kaputt,Katzenflöhe jagen,Unfall,usw.) gemerkt habe ist Folgendes:Mein Körper ist durch das vorhergehende Training fitter für Belastungen geworden!Ausserdem stellte sich meine „innere Uhr“ wieder auf Normaleres ein.Dafür bin ich dankbar-auch wenn ich zwischen all den Beanspruchungen an meine Grenzen gekommen bin-wie jede Mutter.Und ich bin SEHR dankbar für freundliche,hilfsbereite Menschen,die uns in verschiedenen schwierigen Situationen zur Seite stehen.

Montag,06.06.2016 bis heute,15.06.2016:

Da auf dem grossen Holzhaufen im Wald Flöhe gewesen sind,haben wir am WE hier alles entfloht,auch unsere Katzen.Heute früh bemerkte ich aber noch einen Floh auf unserem Sohn-also mussten wir mit Allem NOCHMAL durch und auch anders:Da das Antifloh bei den beiden Katzen nicht half,sind wir zum Tierarzt gefahren,Sie bekamen eine Tablette verabreicht mit der Warnung,dass sie diese erbrechen könnten.Zusätzlich erhielten wir spezielles Ungezieferspray und 2 Fogger für die Wohnung,Autos,… .Jo-dann wurde auch die Tablette zuhause erbrochen!Während wir mit beiden Kaninchen zum Tierarzt gefahren sind,muss einer Katze zu übel geworden sein.Also setzten wir die speziell entflohten Karnickel in ihr Gehege und hofften,noch unsere Freigänger-Katzen einfangen zu können.Nachmittags bekamen diese dann vom Tierarzt eine Spritze.Bis zum Abend räumten wir offen gelagertes Essbares aus der Wohnung,quartierten uns in Wohnwagen und Gartenhaus aus und foggten unser Haus.Spezielles wanderte in verschlossene Müllsäcke zum zweitägigen Frosten oder wurde für mindestens 10 min in den heissen Wäschetrockner gesteckt.Trotz Vorsichtsmassnahmen kamen wir Erwachsenen etwas mit dem Gift in Kontakt,was müde machte.Wir hatten alle Hände voll zu tun mit der Bekämpfung der Parasiten!Zwischendurch erholten wir uns etwas.Donnerstag vormittag foggte ich die Autos erneut sowie 1 1/2 Zimmer und den Wohnwagen.Unser Sohn blieb in der Woche dem Kindergarten fern.Es gab Mega-Wäscheberge.Da wir das Geschirr vor dem Foggen mangels Info nicht aus der Küche entfernt hatten,holten wir das nach dem Durchlüften des ganzen Hauses nach.

Am Freitag fuhren mein Mann,unser Sohn und ich dann spontan für 2 Nächte auf den Campingplatz am Yachthafen von Artlenburg an der Elbe,nahe dem idyllischen Lauenburg gelegen.Dort tankten wir nach den anstrengenden Wochen etwas Luft und Ruhe auf.Auf der Elbe beobachteten und hörten wir vom Platz aus die verschiedenen vorbeifahrenden Schiffe und freuten uns sehr über das nah gelegene,preiswerte Urlaubsziel mit freundlichen,hilfsbereiten Campern.

Etwas abgenommen hatte ich in der Zeit,obwohl das Training unter den Bedingungen litt,bzw. zeitweilig ganz eingestellt werden musste.Des Weiteren freute ich mich SEHR über die allgemeine Fitness,die aus der relativ kurzen,aktiven Zeit hervorging.

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Elbestrand am Campingplatz Artlenburg

Streaking?

Dienstag,31.Mai 2016:

Morgens bin ich nüchtern 2km Fahrrad gefahren.Danach kamen wieder 10 min Bodentraining dran.

Abends in warmer Luft erfreute ich mich an den ersten 2,8 km OHNE Walkingstöcke-JA,es geht.GOTT SEI DANK

Die Walkingstöcke hatte ich nur während der ersten 200m meiner 3km Strecke benutzt.Da mir das Laufen leichter als sonst fiel heute abend,klipste ich nach 200m Weg einfach die Stöcke von den Handschuhen ab.Sicherheitshalber hielt ich sie waagerecht,locker mittig gegriffen in den Händen und erinnerte mich unterwegs an verschiedene gymnastische Übungen,die ich früher öfter mit Holz-und Kupferstäben gemacht hatte-lang ist´s her.Sie wurden jedenfalls NICHT als Gehhilfen benutzt!

Da sich mein schrulliges Knie erst in den letzten 10m der 3km-Strecke schmerzhaft meldete,gewann ich Hoffnung,DOCH noch zu einem Streak-Läufer werden zu können-mal schaun.Denn das würde ja vorraussetzen,dass ich täglich schwingenden Boden auf der Wegstrecke  vorfinden müsste-egal,wo ich mich gerade aufhalten täte (Urlaub oder so).Wenn ich pro Tag 3km laufen würde,bräuchte ich ca. 13 Jahre für die Äquatorstrecke…es sei denn,dass meine Laufleistung ausbaufähig ist. Ja-und es setzt Unfallfreiheit vorraus.

Diese kurze Zeit alleine in Natur täglich(ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß) geniesse ich;jeden Tag freue ich mich auf das neue „Auftanken“ in der Schöpfung.

Nachlese

Freitag,27.05.2016 :

Das Aufstehen fiel mir schwerer als gestern(da wir bis spät abends im Garten gearbeitet hatten alle zusammen) ,aber die gleiche Strecke Fahrrad zu fahren fiel mir schon leichter als gestern.Unterwegs freute ich mich sehr,einer lieben Freundin kurz zuzuwinken,die mir trotz hohem Alter auf ihrem Fahrrad unverwüstlich wie immer entgegenkam. Das anschliessende Bodentraining war mühsam,aber es ging mir damit auch schon etwas besser.

Nachmittags 500m ohne Stöcke zügiges Gehen auf Waldwegen bei Hitze.

Abends „Sitzgymnastik“ draussen beim Hören von Musik,da ich auf meinen Mann gewartet habe,der einen Blasmusikeinsatz ausserhalb hatte:Im Takt der zünftigen Musik verschiedene Muskelgruppen im Sitzen  ange- und entspannt,Füße kreisen,Füße strecken und beugen,usw. damit ich nicht friere.Es tat gut,nicht nur das leise Mitsummen und Mitsingen zu manchen Stücken,die ich liebe und lange nicht mehr gehört hatte.

Samstag,28.05.2016:

Wegen Beerdigung meiner ältesten Freundin,die mir noch geblieben war durch Jahrzehnte hinweg,bin ich abends erst zum Fahrradfahren der üblichen Strecke gekommen.Es tat unendlich gut,all die Trauer,Wut und Schmerz wie „mit der Bewegung auszukippen“-besser,als Kippen zu hinterlassen wie früher,als ich Frust in Zigarrettenrauch zu verwandeln versuchte,was aber misslang.

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So sehe ich heute am 30.Mai 2016 aus:im Gesicht Spuren vom Stress der letzten Monate,doch glücklich,dass ich von über 120kg im Winter mit dem Gewicht letzte Woche endlich wieder bei 116 kg landen konnte.

Davon bin ich GOTT SEI DANK weg.Manchmal ist es Gnade,wenn einem das Leben zwischendurch „hold gesinnt“ sein kann.

Des weiteren habe ich gestern und heute im Laufe des Tages bemerken können,dass das Gehen ohne Walkingstöcke mir schon etwas leichter als vor einigen Tagen gefallen ist!Denn zur Vorbereitung und Nachbereitung der Beerdigung gab es noch Einiges zu Erledigen.

Sonntag,29.05.2016:

Bevor es den ganzen Vormittag regnete,bin ich noch gerade eben fast trocken frühmorgens meine Lieblingsroute 3km Nordic Walking gegangen.Der Regen kam erst in der 2.Weghälfte herunter,als ich windgeschützt lief.

Dieser Trauerfall mit Allem drumherum riss mich etwas aus dem Abspecktraining herraus:gestern und heute ist die Luft so voller Spannung gewesen,dass ich keine Bodenübungen schaffen konnte-SCHADE,aber verständlich.Ausserdem riss der nächtliche Blaseinsatz nach Feierabend meines Mannes am Freitag unser Familienleben und Biorhythmus derartig auseinander,dass wir uns erstmal wieder neu einfinden mussten.Doch er war wirklich zu diesem Anlass immens wichtig.

Montag,30.05.2016:

Morgens fiel mir nach kräftigem Schlaf das Aufstehen nicht leicht-doch die 2km Fahrradstrecke umso leichter.Danach absolvierte ich aufgewärmt wieder 10min Bodentraining,die mir SEHR gut taten.

Abends guckte ich „zufällig“ im TV auf NDR die Sendung „Markt im Dritten“.Dort ging es neben anderen sehr interressanten Beiträgen um das Thema Zucker,da die WHO die empfohlene Tagesdosis an Zucker pro Mensch reduziert hatte.Es wurde über versteckten Zucker in Nahrungsmitteln aus dem Supermarkt aufgeklärt und ein NDR-Reporter unterzog sich einem konsequenten Zuckerminimierungsversuch unter ärztlicher Aufsicht.Hochinterressant!Auf der NDR-Homepage soll man Info zu dieser Sendung nachlesen oder-sehen können.Dieser Beitrag hat mich sehr erfreut.

Gott Dankbar

Heute früh riß mich das Weckerklingeln unsanft aus den Federn.Danach entschloß ich mich zu einem kompakteren Trainingsturn als gestern,da sich Besuch angekündigt hatte.Statt 3/4 Stunde nordischem Gehen bekamen Körper und Seele 1/4 Stunde Fahrradfahren gereicht,und siehe da:passt.Mein Knie hielt die ebene Strecke von gut 2km durch!

Riesenfreude

Das Bodentraining asteran fiel mir etwas leichter als gestern,die Zeit fühlte sich NACH dem Anfangen auch kürzer an (obwohl mein „hilfsbereiter Zeitmesser“=Ehemann dieselbe Zeit ansagte wie gestern…).

OK

Fazit: Es gibt nix Gutes ausser man tut es.

P.S.:Fahrradfahren im Spätfrühling bei milden Aussentemperaturen sowie ohne Gegenwind ist erheblich angenehmer für meinen alten Körper als im kalten Winter bei Regen,Gegenwind,… Dunkelheit.

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Unser „kleiner Bremsklotz“ = Katze macht es sich auf einem unserer Arbeitshügel bequem.

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Jost und ich vor 5 Jahren auf Rügen.Schön,daß er inzwischen so selbstständig geworden ist!

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Vor 7 Jahren auf Mallorca,im Hintergrund „Alpenglühen“ in der Bucht von Port de Soller.Gott sei Dank war Jost schon mit dabei,obwohl noch nicht geboren.

Trocken

Die Wege waren trockener als gestern früh heute morgen beim Training-schön,dass ich in einer Gegend mit wenig Bodenpunkten wohne!Matsch auf Wegen ist für mich nichts mehr.Es gab nur noch 2 Riesenpfützen,die ich schmerz- und unfallfrei umrunden konnte.Zwischendurch versuchte ich für kurze Zeit ohne die Walkingstöcke zu walken,aber mit Stöcken geht es mir momentan noch besser,da ich mein Unfallknie nicht überstrapazieren darf.

Es ist erstaunlich,wie regelmässige Bewegung gut tut:

-Gestern wollte ich wie mein lieber Mann zum Nachtisch mittags einen Keks essen,doch mein inzwischen wieder „reanimiertes“, instinktives Bauchgefühl sagte STOP ! Nach einem halben Keks hatte ich genug.So soll es sein und besser werden.

-Verdauungs- und Hautprobleme schwinden!

Nachmittags lag der spontane Besuch eines Fitnessstudios während einer Erledigungsfahrt nach ausserhalb „auf dem Weg“,in welchem ich freundliche Auskunft zu speziellen Übungen bekam sowie einen Zettel mit Anleitungen.Darüber habe ich mich sehr gefreut und festgestellt,daß der Besuch eines Fitnessstudios für mich wirklich KEINE Alternative zu Übungen zuhause ist.

Heute früh nach 3km Nordic Walking über federnden Boden in ebenem Wegprofil absolvierte ich dann im Beisein meines lieben,Uhr tragenden Mannes 10 min „Bodenquälung“ zur Stärkung weiterer Muskulatur.Das tat richtig gut.Es fiel mir leichter als früher,wenn ich diese Übungen kalt gemacht habe.Danach gab es mein Lieblingsfrühstück:3 Scheiben Vollkornbrot mit frisch gepresstem Knoblauch,Leinöl und 2 frischen Tomaten samt einem Becher Kaffee.

 

Fettarm

Muskelkater liess mich heute etwas länger schlafen,trotzdem: Der Familie Frühstück hingestellt samt Kaffee und RAUS! Das Morgentraining entwickelte sich bei Regen zu einem Regenjacken-Funktionstest🙂 …nun weiß ich wenigstens,dass sie undichte Stellen hat.Im Ganzen ist meine Zeit für dieselbe Strecke besser geworden,auch die gymnastischen Zwischenübungen fielen mir schon etwas leichter.

Die tägliche frische Luft und die Erholung mit allen Sinnen in der Natur ist KEIN Fitness-Studio-Ersatz.Für mich.

Nachdem Ruhe eingekehrt war,genoss ich zur Abwechslung mal das Frühstück alleine.Fettarm.